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Ratgeber für Möbel – Crashkurs

Wohnwände sind beliebt, weil sie die reinsten Stauwunder sind und gleichzeitig sehr dekorativ. Sie lassen sich gut in jedes Zimmer integrieren, denn es gibt sie als fertig zusammengestellten Block oder als Einzelelemente, die sich beliebig kombinieren lassen. Aber gerade diese Vielfalt an Möglichkeiten, Materialen und Farben sorgt schnell für Verwirrung. Um hier für mehr Klarheit zu sorgen, sollten ein paar Dinge beachtet werden.

Der richtige Platz für die Wohnwand

Alle späteren Kaufentscheidungen werden vom verfügbaren Platz bestimmt, deshalb muss der Raum, in dem die Wohnwand stehen soll, zuerst vermessen werden. Dabei wird geklärt wieviel Platz für das Möbelstück vorhanden ist, ob Steckdosen, Lichtschalter oder Türrahmen davon verdeckt werden und wie hoch das Wohnelement sein darf. Ebenfalls bedacht werden muss, ob die Aufstellmöglichkeiten durch Dachschrägen oder Mauervorsprünge eingeschränkt sind. Sollen in der Wohnwand auch technische Geräte wie Fernseher, DVD-Player oder Musikanlage untergebracht werden, so müssen auch diese Maße notiert werden.

Massives Holz oder Furnier?

Wohnwände sind aus massiven Holz oder Furnieren gefertigt. Der Vorteil von massivem Holz ist seine Langlebigkeit und Belastbarkeit, der Nachteil ist, dass es sich bei Feuchtigkeit verziehen kann. Mit Furnieren sind Holzblätter gemeint, die auf MDF- oder Spanplatten aufgeklebt sind. Sie sind günstiger und leichter als Massivholzwände und bieten mehr Designvariationen. Dabei ist die Belastbarkeit und Bruchfestigkeit von MDF-Platten höher als die von Spanplatten.

Welche Elemente soll die Wohnwand enthalten?

Je nach Modell und Preis besteht eine Wohnwand aus unterschiedlichen Elementen, die entweder bereits zu einem Block zusammengefügt sind oder individuell aus Einzelteilen zusammengestellt werden können.

Zu den Bausteinen einer Wohnwand gehören:

– Regale
– Highboards
– Lowboards
– TV-Boards
– Vitrinen
– Hängeregale
– Hängeschränke
– Wandpanelle

Zusätzlich können die Wohnwände mit Leuchtmitteln ausgestattet werden, um unterschiedliche Akzente zu setzen. So können Strahler bestimmte Bereiche punktuell betonen oder eine Rundumbeleuchtung den Innenraum hinter einer Glastür gleichmäßig erhellen.

Ein TV-Board ist sinnvoll, um den Fernseher optimal platzieren zu können. Die zusätzlichen Ablagefächer sind zur Unterbringung von DVD-Recorder, Receiver und Co. gedacht und haben in der Rückwand meist Kabeldurchführungen, die Strom- und Verbindungskabel optisch verschwinden lassen.

Wer Bücher oder DVDs verstauen möchte, der benötigt auch Regale oder Schränke. Sehr nützlich sind hier Stützen, die zusätzlich eingefügt werden können.

Um Souvenirs, wertvolle Gläser oder andere edle Sammlerstücke stilgereicht aufzubewahren, eignen sich Vitrinen sehr gut, da sich die Schätze dort nicht nur geschmackvoll präsentieren lassen, sondern sie auch vor Staub geschützt sind.

Gebrauchsgegenstände wie Tischwäsche, Geschirr und Besteck sind dagegen am besten in Schubladen oder Schränken aufgehoben, die blickdicht verschlossen werden können.

Über Wandpanelle mit Regalbrettern lassen sich zusätzliche Ablageflächen und Dekorationsmöglichkeiten schaffen sowie unschöne Strom- oder Verbindungskabel verstecken.

 

Die Wohnwand in den Raum eingliedern

Damit die Wohnwand nicht wie ein Fremdkörper wirkt, sollte sie dem eigenen oder geplanten Einrichtungsstil angepasst werden. Denn ein Wohnzimmer, das im Landhauslook gestaltet ist, verträgt sich schlecht mit einer futuristischen Wohnwand aus hochglänzendem Lack. Auch rustikale Möbel aus Teak, Mahagoni oder Kirschholz beißen sich mit dem leichten Ambiente von skandinavischem Mobiliar. Um den Spagat zwischen Natürlichkeit und schlichter Eleganz doch zu schaffen, bieten sich Wohnwände aus einem Materialmix an, bei denen Holz mit Metall, Glas oder Lack kombiniert wurde.

Soll die Wohnwand leicht und dezent wirken, wird dieser Effekt mit möglichst vielen offenen Elementen erzielt, denn je mehr geschlossene Schränke vorhanden sind, desto wuchtiger erscheint das Möbelstück. Müssen in den offenen Regalen sehr viele Sachen untergebracht werden, kann das allerdings schnell unordentlich aussehen, was kleinen Räumen oft einen unruhigen Charakter verleiht. Geschlossene Module erzeugen einen aufgeräumten Eindruck, zudem lassen sie sich effektiver nutzen und haben deshalb mehr Stauraum.

Um Platz zu gewinnen, ist die Verwendung von Schiebetüren vorteilhaft, da sie beim Öffnen nicht in den Raum hineinragen. Müssen allerdings sperrige Sachen verstaut werden, ist den Flügeltüren der Vorzug zu geben, denn beide Seiten lassen sich gleichzeitig öffnen, so dass auch größere Gegenstände hindurchpassen.

 

Der Artikel ist mit freundlicher Unterstützung von sz-immo.de entstanden.